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Mit dem neuen Filter "Unscharf maskieren" wurde das Motiv eines Schmetterlings geschärft. Der Filter ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem sich Bilder "knackig" scharf erzeugen, aber auch durch Überschärfen verunstalten lassen. Betrachtet man unser Ausgangsbild und das Ergebnis, kann man erkennen, dass hier mit Fingerspitzengefühl gearbeitet wurde.

Wie der Name "Unscharf maskieren" sagt, beruht die Arbeitsweise auf einer weich gezeichneten Kopie des Bildes. Durch die Kombination beider Bilder wird eine fast völlig graue Maske erstellt, die lediglich die Kanteninformationen enthält.

Anhand mathematischer Kombinationen zwischen dem Original und der Maske, werden die Kanten verstärkt. Dadurch wirkt das Bild schärfer.

Der Filter "Unscharf maskieren" verfügt über drei Einstellungsmöglichkeiten: Stärke in Prozent, Radius und Schwellen-wert, sowie die Option "Filter nur auf Helligkeit anwenden".

Der Regler "Stärke in Prozent" regelt die Helligkeit und den Kontrast auf dem Maskenbild. Dadurch werden die Kanten des Bildes hervorgehoben. Wird z.B. eine Stärke von 493 Prozent gewählt, ist das Resultat überschärft. Die Folge ist ein deutliches Bildrauschen und die Kanten sind ausgefranst. Eine optimale Einstellung für dieses Motiv ist 130, die Standard-einstellung ist 120 Prozent.

Der Radius bestimmt, wie viele Pixel für das Weichzeichnen herangezogen werden sollen. Er hängt also auch von der Größe des zu verarbeitenden Bildes ab. Je größer das Bild, desto höher kann der Radius sein. Ist der Radius zu hoch, ergeben sich Säume an den Kanten.

Die Option "Filter nur auf Helligkeit anwenden" verhindert, dass ungewollte Fehlfarben an den Kanten entstehen. Sie ist standardmäßig aktiv.

Mit dem Schwellenwert wird festgelegt, wie groß der Helligkeitsunterschied zweier benachbarter Pixel sein muss, damit diese als Kante interpretiert und scharf gezeichnet werden.
Beim Schärfen ist zu beachten, dass das Bildrauschen bzw. die Körnung verstärkt werden kann. Durch Erhöhen des Schwellenwertes lässt sich das Bildrauschen einschränken.
Die Standardeinstellung für den Schwellenwert ist 0, wodurch alle Pixel der Maske für das Schärfen herangezogen werden.

In der Portraitfotografie ist das Anheben des Schwellenwerts von Vorteil, da die weichen Hauttöne erhalten bleiben.

In diesem Beispiel sieht man, wie hervorragend der Filter "Unscharf maskieren" die Haarsträhnen und das Bikini-Oberteil schärft und moduliert. Gleichzeitig bleiben aber die Farbverläufe auf der Haut angenehm weich. Die Einstellungen für das Ergebnis:
Stärke: 154 Prozent, Radius: 4.4
Schwellenwert: 8

In der digitalen Fotografie ist das nachträgliche Schärfen fast immer sinnvoll.
Patentrezepte für die besten Einstellungen des Filters "Unscharf maskieren" gibt es leider nicht, da sie sehr stark vom jeweiligen Bildmotiv abhängig sind. Deshalb erfordert der Umgang mit dem Filter etwas Übung, aber es lohnt sich!

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Scharfer Flieger
Bilder schärfen mit Fingerspitzengefühl

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